Wenn Menschen Unterstützung und Beratung zu beruflichen Fragen suchen, steht da oft ein konkreter Anlass: Irgendwas läuft nicht rund. Irgendwie habe ich das Gefühl, etwas in meinem Berufsfeld nicht genügend zu verstehen. Vielleicht gibt es auch Konflikte mit Mitarbeiter/innen oder Kolleg/innen.

Solche Anlässe können eine gewaltige Dynamik in Gang setzen, eine Spirale, die in einem richtigen Problem gipfeln kann.

Wenn jemand solchen „Sand im Getriebe“ wahrnimmt, ist es schlau, sich rechtzeitig – also bevor ein wirkliches Problem im Raum steht – Zeit zu nehmen und zu überlegen, welche Form der Unterstützung hilfreich sein kann. Wenn Sie sich fragen, ob Supervision das Richtige für Sie ist, lesen Sie doch hier weiter…

Supervision ist eine besondere Form des Lernens, die Veränderung beinhalten kann (was sogar sehr wahrscheinlich ist), aber nicht muss.

Supervision ist ein Lernprozess

Wer Supervision nutzt, will besser mit beruflichen Herausforderungen umgehen und so die Qualität seiner Arbeit, seiner Dienstleistung erhöhen. 

Oft glauben Menschen, es ginge in Supervision um Veränderung. Tut es auch manchmal. Vielmehr ist es allerdings ein (meist längerfristiger) Prozess, in dem ein Mehr an Verstehen Lernen und Weiterentwicklung ermöglicht. Es geht immer um Ihr Handeln – und um Ihr Handeln in Verbindung mit anderen Kollegen, mit der Organisation in der Sie arbeiten, mit dem Kontext und Ihren Klienten für die sie arbeiten und um Ihr Handeln in Verbindung mit den Aufträgen, die an Sie gerichtet werden. 

Und um genau das geht es in Supervision: Um IHRE Berufliche Erfahrung, um das, was Sie mitbringen in die Supervision.

Ihre Berufliche Erfahrung steht im Mittelpunkt von Supervision

Am Anfang des Supervisionsprozesses steht das Erzählen von beruflichen Ereignissen:

Um welches Thema wird es in diesem Supervisionsprozess gehen: Was genau tun Sie da?

Warum tun Sie das, was Sie tun? Welche Motive und Guten Gründe motivieren Sie?

Wozu tun Sie das, was Sie tun? Welche Ziele, Absichten und Aufträge verwirklichen Sie damit?

Wie tun Sie das, was Sie tun?

Womit tun Sie das? Medien und Methoden, ihre Kompetenzen und Visionen…

Wann tun Sie das, was Sie tun? Kairos und Arbeitszeit

Wo tun Sie das, was Sie tun? 

Für wen tun Sie das, was Sie tun?

In welchem Rahmen tun Sie das, was Sie tun? Wer ist der Träger, in welcher Organisation arbeiten Sie, in welchem Feld? 

Diese Explikation können Sie auch ganz leicht verschriftlichen… Deshalb geht Online-Supervision ja so gut und schafft durch die zeitliche und räumliche Flexibilität einen großen Mehrwert.

 

Supervision hilft, die eigene berufliche Situation besser zu verstehen

Das ist vielleicht das wertvollste an Supervision: Das eigenen Erleben, das eigene Fühlen wahrnehmen, sich bewusst werden, was man denkt – und das zur Sprache bringen, ins Wort bringen. Damit beginnt ein Verstehensprozess, der auf vier Ebenen Strukturen und Prozesse klärt: Die eigene Innenwelt wird klarer und bewusster, Zwischenmenschliche Beziehungen werden greifbarer, die Abläufe und Spielregeln der Institution bekommen einen Ausdruck und schließlich erhellt das auch den Kontext, in der die Berufliche Erfahrung stattfindet. 

 

Supervision stellt Fragen

In dieser Beschreibung werden Sie angefragt von Ihrem Supervisor: Seine Fähigkeit „dumme Fragen“ zu stellen, scheinbare Selbstverständlichkeiten in Frage zu stellen ist wesentlich für das Berufliche Lernen in Supervision. In diesem Dialog wird Ihre Beschreibung klarer und konkreter und ermöglicht Reflexion: Was ist das Eigentliche am Thema? Was ist das eigentliche Problem? Aus diesem neuen Verstehen heraus können Sie Erlebnissen eine neue Bedeutung geben und aus den konkreten Erfahrungen allgemeine Erkenntnisse generieren.