Leidenschaften - Visionen - Themen

Ich bin Dipl.-Religionspädagogin und habe am Zentrum für Interreligiöse Studien der Universität Bamberg mit dem Schwerpunkt Judaistik studiert. Das lässt meine eine Leidenschaft erahnen: Die Auseinandersetzung damit, wie die jüdisch-christliche Tradition vom Menschen denkt. Das ist in all seinen Facetten ein immer wieder spannendes Unterfangen. Meine andere Leidenschaft ist eine noch spannendere: Die Frage danach, wie Leben gelingen kann, wie ein kooperatives Miteinander gehen kann und - schlicht - was Menschen brauchen, um glücklich zu sein, hat mich in den Bereich der Beratung und Supervision geführt. Ich bin Supervisorin (GPS),  Master-Coach und Trainerin (DVNLP). Eine weitere Leidenschaft bewegt mich - im tatsächlichen Wortsinn: Nach langem Üben im Aikikai Bamberg, verwirkliche ich heute Aikido, die japanische Kampfkunst, "jenseits der Matte": Klarheit, Entschiedenheit und Achtsamkeit in der Kontaktaufnahme, lebendige Gelassenheit in Konfliktsituationen und der immerwährende Versuch in der Tat den Frieden zu verwirklichen sind die Prinzipien, die für mich Anspruch und Vision sind. 

Vielleicht haben Sie Lust, herauszufinden, wie sich meine Leidenschaften miteinander verbinden! Schreiben Sie mir doch - ich mag übrigens auch sehr gerne "echte" Post!

 

Man sollte Kinder lehren, ohne Netz auf einem Seil zu tanzen,
bei Nacht allein unter freiem Himmel zu schlafen,
in einem Kahn auf das offene Meer hinaus zu rudern.
Man sollte sie lehren (…) nirgendwo sonst, als nur im Leben zu Haus zu sein und
in sich selbst Geborgenheit zu finden.

Ich habe viel Erfahrung damit gesammelt, Ambivalenzen lustvoll auszuleben und auch mit einiger Geduld auszuhalten:

Ich bin seit 1995 Religionslehrerin und stelle mich täglich neu der Aufgabe "die Religion" und "die Pädagogik" zusammen in den Blick zu nehmen. Dieser Beruf fordert neben der Kompetenz zu lehren mindestens eben so stark meine Bereitschaft zu beraten. In unterschiedlichen Settings - von der Schulseelsorge bis zur Kollegialen Beratung - ist meine Fähigkeit gefragt, genau zuzuhören, mich in kurzer Zeit in den Anderen einfühlen und eindenken zu wollen und mein Gegenüber in der Suche nach Lösungen nicht alleine zu lassen. Für diese Aufgabe suchte ich nach 'Handwerkszeug'. An der Integrativen Akademie für Bildung und Coaching (INTAKA) erkundete ich den 'Werkzeugkoffer' des Neurolinguistischen Programmierens (NLP). Und vieles daraus ergänzt hervorragend meine grundsätzliche Haltung zur Welt und mein Verständnis vom Menschen.

Qualifizierte Beratung im beruflichen Kontext - Supervision - als Berufsfeld erschloss sich mir konsequent aus meinen Erfahrungen im Bildungsbereich. Meine Fähigkeit zur Reflexion und zum Klären und Ordnen von Strukturen ist dabei hilfreich.

Seit 1998 bin ich verheiratet und darf mich immer wieder neu in der Kunst üben, über dem 'ich' das 'wir' nicht zu vergessen. Ich studierte an der FernUni Hagen Erziehungswissenschaften und Soziologie und arbeitete in dieser Zeit vorwiegend an Fragestellungen, wie die Impulse reformpädagogischer Ansätze im pädagogischen Alltag verwirklicht werden können. Dabei habe ich nicht nur gelernt, 'work life' und 'private life' in ein gutes Gleichgewicht zu bringen, sondern auch begonnen, eine Idee davon zu entwickeln, was Menschen - und dabei ist es gleichgültig ob Kinder, Jugendliche oder Erwachsene gemeint sind - brauchen, um "bei sich selbst zu Hause sein" zu können. Die Klärung und Verwirklichung dieser Idee treibt mich um und hält mich lebendig. Und sie hat mich in einer etwas eigenwilligen Logik zum Masterstudiengang "Judentum - Christentum - Islam. Interreligiöse Studien" der Otto-Friedrich-Universität Bamberg geführt. In den Modulen dieses Studiengangs konnte ich vertiefen und systematisieren, was auch zuvor die Schwerpunkte meines universitären Lernens waren. Am Spannensten erlebte ich in dieser Zeit die Gleichzeitigkeit von Lehren als Religionslehrerin und Lernen als Studentin - und ich glaube beide Pole haben davon enorm profitiert! Das Ringen um das Verständnis dessen, wie Menschen (miteinander) leben können, fand dort auch einen ganz besonderen Niederschlag: Anlässlich der Master-Thesis arbeitete ich zur Brudererzählung der biblischen Urgeschichte: Kain und Abel - die höchst aktuelle Geschichte von (verweigerter) Solidarität und dem Ringen nach Identität. Und weil dem Lernen nie genug sein kann, bereite ich zur Zeit meine Promotion an der Fakultät für Geistes- und Kulturwissenschaft, genauer: an der Professur für Judaistik, vor. 

Meine Lust am Lernen und meine Freude daran, wenn es Menschen gut geht, ist vielleicht das, was mich an deutlichsten kennzeichnet - und die klare Entscheidung, mich nicht für nur eine Seite meiner Begabung zu entscheiden. Verbunden ist das mit einer unbändigen Lust am Leben und der sicheren Gewissheit, dass wer nicht genießt ungenießbar wird!

Und wenn Sie sich jetzt gar nicht vorstellen können, wie all das zusammen passt - oder Sie neugierig darauf sind, zu erleben, dass das zusammen passt - lade ich Sie herzlich ein: Machen Sie sich ein Bild von mir!